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Zazen

Kurzbeschreibung

Im Zen heißt die Praxis des Nur-Sitzens Zazen, im indischen Buddhismus Vipassana. In strenger Form soll diese Methode im vollen Lotus-Sitz und mit völlig geradem Rücken ausgeführt werden.

Hintergrund

Das Zazen ist die bekannteste Meditations-Methode, weil es den konsequentesten äußeren Rahmen für die Selbstbesinnung herstellt. Als sein Ursprung kann die von Gautama Buddha vor fast zweieinhalbtausend Jahren unter dem Feigenbaum erlebte Erfahrung des Nirwana gelten. In einer Vollmondnacht unter einer Pappelfeige sitzend hatte sich dieser vorgenommen, nicht wieder aufzustehen, bevor er der lebenslang gesuchten inneren Befreiung teilhaftig werden würde. Mit entsprechender Entschlossenheit und innerer Hingabe soll auch das Zazen ausgeführt werden, um "Körper und Geist" hinter sich zu lassen.

Für das westliche Denken mit seiner Intellektlastigkeit ist die Praxis des Zazen unverständlich, wenn nicht dubios, da hierbei als erstes der Verstand untergraben und möglichst entmachtet werden soll. Dies geschieht durch Abziehung der Aufmerksamkeit von den inneren gedanklichen Vorgängen, aber ebenso auch von allen Empfindungen und Gefühlen. Es geht in dieser Meditationspraxis um die Begegnung mit dem wahren Selbst, das aufscheint, wenn die alltagsübliche Identifizierung mit den körperlichen und geistigen Funktionen und Augenmerken stoppt.

Shikantaza

siehe

  • Dogen: Shikantaza, die Praxis des Nur-Sitzens

Empfehlenswerte Literatur

Gerd-Lothar Reschke, 16.6.2010