Bahaudin Naqshband

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Einflußreicher Sufi (1318-1389)

Während von seinem Leben nur wenig bekannt ist, wirkte Bahaudin vor allem durch die Erneuerung von sufischen Praktiken und Grundsätzen. Ebenso taucht er als Protagonist von Erzählungen auf.

Der Naqshbandi-Orden ist nach ihm benannt, der zuvor als Derwisch-Schule der Khajagan ("Die Meister") bekannt war. Ein weiterer Name für die Verbindung ist "die Schweigenden", da die Gruppierung nach der damaligen Lehrmethode Bahaudins besonderen Wert auf die Übung des stillen Dhikr legt (einer Meditationsübung - im Gegensatz zum "Dhikr der Zunge", einer Übung mit Musik, Gesang und Bewegungen). Bahaudin erkannte die stille Übung als wirksamere Form und behielt diese Erkenntnis zuerst für sich und später auch für seine Schüler bei.

Ein weiterer Beiname für Bahaudin und ebenso für den nach ihm benannten Orden ist der/die "Planer" oder "Gestalter" neben weiteren Übersetzungen aus den Bedeutungsbereichen der Grundform "Naqsh". Alle Bedeutungsschattierungen geben die Grundsätzlichkeit und den größeren Bedeutungszusammenhang wieder, für die Bahaudin steht. (z.B. können Lehrer des Naqshbandi-Ordens als einzige Schüler in jeden anderen Orden einführen)

Marco Holmer, 17.7.2010