Alte Pinakothek

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Die Alte Pinakothek in München ist eine bedeutende Gemäldesammlung großer Künstler.

Der Bau beschreibt ein langgezogenes Rechteck mit breiteren Enden, im Plan bildet er ein schmales Doppel-T. Im Inneren fiel mir besonders die breite Treppe auf, die von der Eingangshalle in der Mitte des Museums zu beiden Seiten nach oben führt. Beim Betreten der Treppe öffnet sich ein großer V-förmiger Raum in der gesamten Höhe des 2 stöckigen Gebäudes zu beiden Seiten und nach oben. Die Sonne fiel herrlich durch die unterteilten Fenster und warf linierte Schatten schräg in den Raum, was eine warme, ruhige Atmosphäre schuf. Die waagrechte Linienführung der Seitenwände verstärken den Eindruck beim langen Aufstieg auf der Treppe, man begebe sich hinauf, taucht durch Ebenen höher hinauf, zur großen Kunst. Es ist in diesem schlichten, konzentrierenden und zugleich sich öffnenden Raum beinahe unmöglich sich nicht auf die kommenden Eindrücke vorzubereiten. Später beim Hinuntergehen war der Eindruck fast noch stärker. Die Treppe läßt dem Besucher auf angenehme Weise etwas Zeit und Raum zwischen den Eindrücken der Kunst und der Welt draußen. Beim Hinuntergehen in den Keil der beiden Treppen und durch die vergleichsweise enge Öffnung in die Eingangshalle wird man auf sich selbst zurückgeworfen und konzentriert, bevor das Gebäude einen entläßt.

Im Obergeschoß befindet sich der Hauptteil der Ausstellungsräume. In der Gebäudemitte reihen sich die Hauptsäle aneinander, die jeweils kleinere Räume auf der nördlichen Seite angeschlossen haben. Mich beeindruckte vor allem der weite Blick durch die Hauptsäle auf die komplette Länge des Gebäudes. Als ich dort ankam wurde ich fast überwältigt von der Distanz, der Anzahl der Räume, der Anzahl der Kunstwerke in den Räumen. Doch die Höhe und Transparenz der Räume schaffen es, die Kunstwerke großzügig aufzunehmen, ohne daß ein Eindruck von Überladung oder Überlastung ensteht.

(Anmerkung: Erweiterbar mit Text und Fotos)

Marco Holmer, 14.9.2007