Der Vierte Weg
Aus Neue Religion Wiki
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Wichtige Figuren
Wichtige Werke
- Peter D. Ouspensky: Auf der Suche nach dem Wunderbaren
- Georg I. Gurdjieff: Beelzebubs Erzählungen für seinen Enkel
Film
- Begegnungen mit bemerkenswerten Menschen, 1979, als DVD und VHS-Video erhältlich, Regie: Peter Brook
| Marco Holmer, 21.10.2007 |
Arbeitsgruppen des Vierten Weges
Georg I. Gurdjieff war ein einflußreicher spiritueller Lehrer mit Wissen aus zahlreichen, alten Weisheitslehren. Als „Vierten Weg“ bezeichnete er die Möglichkeit, sich im eigenen, alltäglichen Umfeld bewußt zu werden und aus dem Schlaf der eigenen Automatismen und Gewohnheiten zu erwachen. Der Name soll den Gegensatz verdeutlichen zu den drei Wegen abseits des normalen Lebens, die er als die Wege von Fakir, Mönch und Yogi beschrieb.
Peter D. Ouspensky war ein Schüler Gurdjieffs. Von ihm stammen wichtige Aufzeichnungen und Erfahrungsberichte.
In echten, lebendigen Arbeitsgruppen des Vierten Weges werden die nützlichen Hinweise von Gurdjieff und Ouspensky bearbeitet. Es kommt dort darauf an, aktiv deren Grundlagen zu erforschen, indem die vorhandenen Hinweise dazu genutzt werden, neue und aufschlußreiche Erfahrungen zu machen.
Solche Arbeitsgruppen funktionieren anders als gewohnte Einrichtungen des normalen Lebens, entsprechen aber auch keinen klischeehaften Vorstellungen von spirituellen Gruppen und Weisheitslehren.
In Arbeitsgruppen geht es um die Praxis und das daraus erwachsende Verständnis des Erwachens. Durch eigene Mitarbeit können Teilnehmer die Wirkung gegebener Anstöße nachvollziehen und sich damit selbst von deren Wirksamkeit und Richtigkeit überzeugen. Die Arbeit basiert also auf praktischer Überprüfung und fundiertem eigenen Verstehen, nicht auf Glauben oder auf rein intellektuellen Schlußfolgerungen.
Die Zusammenarbeit in Gruppen folgt einer Notwendigkeit, denn es ist für den einzelnen praktisch unmöglich, sich der Selbsterkenntnis zu stellen, ohne auf seine eigenen inneren Ausreden, Blockaden und Gewohnheiten hereinzufallen. Im offenen und vertrauensvollen Austausch in einer Gruppe können Fehler und Falschheiten erkannt und ausgeglichen werden.
Arbeitsgruppen sind organisiert von einem Leiter, der mit den Ausflüchten des falschen Selbstbildes durch eigene Anschauung genügend vertraut ist, und der die notwendige Bewußtheit und Wachheit für die Führung besitzt.
| Götz Vollweiler, 22.10.2007 |
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